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bleiglasierte römische Keramik - rhosica vasa

ägyptische Glasurwaren Tarsus Smyrna Kleinasien italische Glasurwaren Bleiglasur aus Zentralgallien Südgallien Glasurwaren aus dem Rheinland pannonische Glasur spätantike Glasurwaren sonstige Zweistromland






warum Glasur ?

Glasur ist einfach gesagt geschmolzener Quarz. Dieser schmilzt erst bei 1710° C. Der hohe Schmelzpunkt musste daher herabgesetzt werden. Dies geschah durch Zugabe von leicht fließenden Rohstoffen wie Marmor, Kreide, Feldspat und meistverwendet Blei.

rhosica vasa

Die zugegebenen Stoffe gehen im Feuer eine chemische Verbindung mit Quarz ein und bilden ein Silikat, die Glasur. Der Glasurüberzug dichtet den meist porösten Tonscherben ab, die Funktionalität wird dadurch verbessert. Vermutlich spielte auch die optische Attraktivität eine Rolle. Bleiglasierte römische Keramik konnte nach Glasur Gelb- und Grüntöne, selten auch Blautöne (Ägypten) besitzen. Diese Keramikfarben waren sonst nicht verfügbar.

Ägypten

Bereits in ptolemäischer Zeit kamen aus Ägypten mit Zentrum Alexandria luxuriöse Faiancen. In der frühen Kaiserzeit bestimmte hochwertige Glasurware das Bild. Der nun verfügbare riesige Markt des Imperiums ermöglichte Exporte in alle Provinzen. In dieser Zeit galt ägyptische Ware als chic. Dies setzte sich in der mittleren Kaiserzeit nicht fort. Nur wenige, selten hochwertige Stücke kamen noch aus Ägypten.

Kleinasien

Glasierte Ware aus Kleinasien wird weitgehend in die Zeit um die Zeitenwende datiert. Der Schwerpunkt der Erzeugung lag bei Tarsos und Smyrna.

Italien

Im 1.Jh. fertigte man an mehreren Orten Italiens Kopien der beliebten kleinasiatischen Glasurware. Die Ähnlichkeit ist in manchen Fällen so groß, dass die Zuordnung nur durch eine Materialuntersuchung möglich ist.

Gallien

Ab der Zeitenwende werden im Tal der Allier hochwertige bleiglasierte Keramiken mit eigenständigen Formen hergestellt. Die Farbeskala bewegt sich von honigfarben bis olivgrün. Im Gegensatz zur formgetöpferten Ware aus Kleinasien und Italien wurde die obere Körperhälfte formgetöpfert, bisweilen auch applikenverziert.

Im Rhonetal sowie am Rhein sind kleinere Produktionen nachgewiesen.

sogenannte pannonische Ware - späte Antike

In der späten Kaiserzeit kommt es an vielen Orten zur Herstellung einfacher bleiglasierter Ware. Die Gruppe besteht aus wenigen Formen. Im Vordergrund dürfte der Versuch gestanden haben, dichte Gefäße herzustellen. Die verbreitete Bezeichnung als "pannonische Ware" ist überholt. Ein erheblicher Anteil stammt aus Werkstätten in Norditalien.