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römische Keramik mit Barbotineverzierung

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Barbotine auf römischem Ton

Als Barbotine bezeichnet man die Technik des Auftragens von Keramikmasse auf den Korpus mittels Spritzhörnchen. Abgesehen davon, dass es eine ruhige Hand und Sorgfalt braucht, liegt die Schwierigkeit in der Verbindung von der gespritzten Dekoration zum Grundmaterial. Idealerweise sind beide Teile identisch in Material und Wasseranteil. Andernfalls droht beim Trockenprozess oder während des Brennvorgangs ein Abplatzen.

Römische Keramik mit Barbotineverzierung wurde bereits in hellenistischer Zeit entwickelt und blieb die gesamte Kaiserzeit über recht beliebt. Häufig wurde sie in Verbindung mit Terra sigillata und Terra nigra eingesetzt. Recht feine Arbeiten entstanden bereits in der frühen Kaiserzeit.

Schäden

Barbotinierte Ware der Römer zeigt mehrfach Abplatzungen des Dekors. Ursache ist eine mangelhafte Verbindung des Barbotineüberzugs mit dem Untergrund. In manchen Fällen erfolgte das Abplatzen offenbar erst gegen Ende des Brennvorgangs: Das weiße Grundmaterial wurde an dieser Stelle nur noch unzureichend verschmaucht. (rheinischer Urnenformbecher aus dem 1.Jh.; GNM Nürnberg)

Ware aus Italien

roter Glanz-Ton - italisch: In der italischen terra sigillata führt die Barbotinetechnik ein Schattendasein. Man verläßt sich vor allem in Arezzo auf die Pracht feiner Formtöpferei.

Ware aus Gallien

Barbotinierte Ware wird zwischen 50 und 250 n.Chr. von gallischen Töpfern im großen Stil bei Schälchen und kleinen Tellern in Glanzton Glanztont. Im 2.Jh. wird die Palette um Kugelbecher und Schalen erweitert.

Applikenkombinationen:

Wo die Möglichkeiten der Spritztechnik nicht mehr ausreichten, versuchte man mit Applikationen zu ergänzen. Bei manchen Stücken ist der Übergang zwischen beiden Techniken kaum mehr erkennbar.

Barbotinetechnik konnte bisweilen sehr voluminös auftragen werden und damit ganz neue skulpturartige Effekte erzielen. Die Gruppe rheinischer Jagdbecher wird dadurch charakterisiert. Wie die Trierer Becher zeigen, ist der Übergang zwischen reiner Barbotinetechnik und angesetztem und verstrichenem Material manchmal fließend.