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römisches Diatretglas

Netzglas1
Netzglas2


römisches Diatretglas


Der fälschlich zugeschriebene Name Diatretglas hat sich derart eingebürgert, dass er wohl kaum mehr auszurotten sein wird.
Gläser in Netzglastechnik gehören zu den spektakulärsten und geheimnisvollsten Gefäßen ihrer Epoche. Bis vor kurzem vermutete man eine Fertigung aus Überfangglas mit Freilegung der Stege durch eine extrem aufwändige Schlifftechnik. Abgesehen davon, dass der technologische Stand dieser Zeit dies kaum zugelassen hätte, wären auch die materialbedingt auftretenden Spannungen fatal gewesen.
Wie Rosemarie Lierke schlüssig nachgewiesen hat, handelt es sich um in ein mehrteiliges Gipsmodel eingetöpfertes Glas.
Die Kratzer auf den Innenseite sind für getöpfertes Glas typisch. Mehrere technische Untersuchungen kommen einheitlich zur Aussage, dass es sich hier nicht um Schliff handeln kann. Die wellige Struktur mancher Stücke in Mündungsnähe ist als Ergebnis hochwertigster Schlifftechnik auszuschließen. Auf der Innenseite, gegenüber den Stegen sind oft Vertiefungen zu sehen. Diese setzen eine Heißverformung voraus. Blasen und Schlieren im Material sind überzeugende Belege für die Theorie der Heißverformung.

Bei mehrfarbigem Netzglas wurde zuerst verschiedenfarbige Posten in die Stuktur eingepresst und anschließend mit Weißglas fertig getöpfert.

Netzgläser waren als Hängeleuchter im Einsatz. Die Netzstruktur kam dabei bestens zur Geltung bzw. wurden diverse Texte dabei an die Wände projiziert.
Netzgläser werden ins 3. und 4. Jh.n.Chr. datiert.

Der berühmte Lycurgos-Kelch datiert aus dem 4. Jh. (Fassung um 1800) und wurde vermutlich in Rom gefertigt. Besonders interessant die Farbwirkung bei Auf- und Hinterlicht. Ursache dafür sind der Glasmasse beigemengte winzigste Silber- und Goldpartikel, die das Auflicht grünlich reflektieren. Das Hinterlicht zeigt, dass es sich um Purpur- oder Manganglas handelt.
Da angeblich unter dem Mikroskop Schleifspuren gefunden wurden, ist die Fertigungstechnik umstritten. Vielleicht handelt es sich um eine Kombination von in Form getöpfertem Glas mit korrigierender Schliffbearbeitung.

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