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Einführung römische Lebensmittel

Gehässige Zungen behaupten seit langem, eigentlicher Zweck der römischen Imperiums sei es gewesen, die Bäuche der Oberschicht vielfältigst und freudvollst zu füllen. Auch wenn sich über Sinn und Zweck trefflich diskutieren lässt, fest steht jedenfalls, dass enormer Aufwand betrieben wurde, exklusive Lebensmittel zu beschaffen und Neuzüchtungen zu versuchen. Bei großen Menüs standen Spezialitäten aus dem gesamten römischen Reich auf dem Tisch, die Vielfalt war enorm. Salust kritisiert, dass "... nach Leckerbissen alles zu Wasser und zu Land durchsucht würde" und Seneca moniert, dass "... für eine Tafel Schiffe aus vielen Meeren heranfahren", und für kein Tier Friede herrsche, "es sei denn aus Überdruss."

Zuchtanlagen für Geflügel, Fleisch und Fisch besorgten den gesicherten Zugriff auf die gewünschen Lebensmittel. In der Kaiserzeit gab es zudem Treibhäuse für Gemüse. So konnte Tiberius jeden Tag des Jahres seine geliebte Gurke auf dem Tisch haben.

Die Lebenswirklichkeit war für den allergrößten Teil der Reichsbewohner aber eine ganz andere. Froh konnten viele schon sein, wenn die Ernährung gesichert war und keine Hungersnot drohte. Die Vielfalt der Lebensmittel hatte Grenzen. Das jahreszeitliche Angebot war zwingend. Getreide und Hülsenfrüchte bildeten die Ernährungsgrundlage, der Konsum von Fleisch oder Fisch war etwas Besonderes.