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römische Küchenausstattung
- Einführung

Römische Küchen waren rußige, staubige, dunkle Löcher, welche unsere Berufsgenossenschaft allesamt umgehend schließen würde! Ausgrabungen haben auf und in gestampften Lehmböden unzählige Lebensmittelreste, Knochensplitter, Fischgräten etc. etc. gefunden. Von Hygiene keine Spur! So wichtig in bürgerlichen Kreisen prestigeträchtige Essenseinladungen auch waren - die mit der Kocherei beschäftigten Sklaven arbeiteten unter erbärmlichen Umständen.

Konsequent sind römische Kochutensilien zwar funktionell, niemals aber aufwändiger als nötig. Besonders schöne Messer, Stielkasserollen usw. waren immer Geräte, die z.B. als Tranchiermesser vor den Augen der Gäste Verwendung fanden.
Im Gegensatz zu Griechen und Iberern kochte man meist auf tischhohen Herden. Das Kochgeschirr bestand oft aus Ton. Wer es sich leisten konne, bevorzugte Metall. Mit Gittern und Aufsätzen ließ sich der gewünschte Abstand zwischen Kochtropf und Glut herstellen.

Große Mengen Lebensmittel, oft auch nur heißes Wasser, wurden im großen, an einem schwenkbaren Baum hängendem Kessel erhitzt. In diesem Fall befand sich die Glut auf Bodenniveau, wodurch der Kessel in einer bequemen Arbeitshöhe hängen konnte.

Nicht unterbleiben sollte der Hinweis, dass gerade in der Stadt nur die bürgerliche Schicht mit eigenem Haus überhaupt Küchen besaß. Die Unterschicht war auf die weit verbreiteten Garküchen angewiesen.



Rekonstruktion einer Küche,
Argentomagus (F)




Grabrelief, 4.Jh.; LM Trier




Relief, Kulturpark Izmir (TR)




Mosaik, Museum Antakya (TR)