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römische Amphoren


Die Anfänge der Amphoren reichen bis in die minoische Zeit und wohl noch weiter zurück. Der berühmte Schiffsfund aus dem 14. Jh.v.Chr. vor Bodrum (TR) hatte eine große Ladung Weinamphoren an Bord.

Amphoren waren die wichtigsten Transportbehältnisse der griechisch-römischen Antike. Sie fassen meist zwischen 5 und 80 Liter und wurden als Einwegverpackungen benutzt. Wohl zu allen Zeiten wurde der überwiegende Teil der Amphoren für Wein und Olivenöl verwendet. Doch auch Fischsauce (garum, liquamen), eingelegte Früchte, Traubensaftkonzentrat (defrutum), Harz, Pech und Honig sind belegt.


Es ist möglich, aufgrund der Amphorenform ziemlich genau Herkunft, Alter und Art der Lieferung zu bestimmen und so die Handelswege zu erforschen.
Römische Amphoren wurden in der Regel nur einmal benutzt und am Zielort entsorgt. Der Zielort war jedoch nicht automatisch der Ort des Konsums. In mehreren Fällen wurden Amphoren nur für den Seehandel en gros eingesetzt und nach Anlandung in andere, meist kleinere Gefäße umgefüllt. Der vollständig aus zerscherbten Amphoren bestehende Hügel in Rom, der Monte Testaccio, ist ein eindrucksvoller Beleg für den ungeheueren Erfolg dieser uralten Transportverpackung aus Ton; man geht allein hier von über 50 Millionen Amphoren aus.

Schon in der griechischen Klassik gab es eine Vielzahl von Amphoren für Wein und Öl. Die Vielfalt war gewollt. Die Amphorenform hatte Markencharakter und auf den antiken Märkten leicht wieder zu erkennen. Auch wenn in einer Gegend mehrere Keramikfabriken Amphoren herstellten, waren zeitgleiche Formen ziemlich homogen. Des weiteren war der Inhalt über Amphorenstempel definiert. Zum Namen des Produzenten trat oft noch die Jahrgangsbezeichnung (meist der Magistrat), zudem bisweilen ein Symbol der Stadt oder Gegend.
Römische Amphoren waren meist am Hals mit wasserfester Tusche beschriftet. Produzent, Inhalt, Qualität, Menge, Transporteur und / oder Händler waren dort zu finden.

Amphorenverschlüsse gab es in zahlreichen Varianten. Stöpsel oder Deckel aus Keramik, Holz und Kork sind erhalten. Abgedichtet wurde mit Gips, Lehm oder Pech.

Die wichtigsten Transportwege lagen im Mittelmeer. Hier gab es in der römischen Kaiserzeit einen großen Markt und die verschifften Amphorenmengen waren enorm. Der Transport über Land wurde nach Möglichkeit gemieden, da er ineffizient und damit sehr teuer war.

Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass nur die gehobene Qualität am Handel mit Amphoren teilnahm. Amphorenproduktion und Transport verteuerten den Inhalt, sodass die unterste Preislage auf diese Weise nicht mehr bedient werden konnte. Einfache Weine und Olivenöle wurden nach Möglichkeit lokal oder regional verbraucht.

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